Der Centgerichtsschöffe Johann Conrad Lenz
 wurde am 17. August 1688 in Linnes getauft. 
Er starb am 31. August 1756 an der 
hitzigen Kranckheit
Am 1. Mai 1711 heiratete er 
Anna Elisabetha Lenz, get. am 6. Mai 1683. 
Sie starb am 20. März 1723 im Kindbett. 
Im Kirchenbuch sind die Taufen von 
3 Töchtern & 3 Söhnen eingetragen; 
das letzte Kind wird als "Frühgeburt" bezeichnet; Mutter und Kind starben bald nach der Geburt. 
Nur eine Tochter überlebte den Vater, 
sie starb ledig im Jahr 1760 an der 
grassierenden hitzigen Kranckheit. 
Johann Conrad Lenz heiratete am 25. Mai 1724 
Maria Catharina Böhmer, geb. am 11. September 1700 in  Heuchelheim. 
Sie starb am 18. Mai 1756 an einem 
plötzlichen Darmbruch
Bei den Angaben zu den 8 Kindern dieser Ehe 
stimmen Grabstein und Kirchenbuch überein. 
Insgesamt sind 18 Enkelkinder der 2. Ehe bekannt.

Andreas Schmidt: 

6. Grabstein oder Epitaph für Johann Conrad Lenz (+1756) und seine zwei Frauen
Früher auf einer Rasenfläche westlich der Friedhofskapelle am Pfosten des Eingangstores lehnend, seit Februar 2012 nach Restauration als erster Stein von links an der südlichen Außenwand der Kapelle befestigt.
Maße (in cm): Resthöhe 92, Breite 82, Tiefe 15.
Material: Roter Sandstein.
Vorderseite:
Im Giebel ein posauneblasender Engel inmitten von Wolken.
Inschrift (z. T. nach Lesung aus dem Jahr 2003):

Alhier
Ruhet der weyland Herr
Johann Conrad L[enz da]vor
gewessener Cent [Gerichtsschö]ffen
nebst seinen zwey Eheweibern welche
vor ihme [...............................] gegangen
Er erblickte das [Licht] der welt 16[..] 23 FEBR:
die erstere Frau hieß Anna [...............] gebohrne
Lenzin welhe[1] Er [................................................]
und mit Ihr [................] 5 Kinder 2 söhne und
3 Töchter von w[e]lchen aber 4 vor Ihrem
Vatter gestorben [sind] eine tochter aber denselben
überlebet hat. Die [an]dere hieß Maria Catharina
gebohr:(ene) Böhmerin [von] Heuchelheim, mit welcher
Er 8 Kinder er[zeuget] 4 Söhne und 4 Töchter
wovon aber 2 S[öhne un]d 2 Töchter vor ihre(m) Vat
ter diese zeitlich[keit ver]laßen haben Er starb [....]
[.......] 31 AUG: [........] in dem sper[....................]
[.......................] Er in dieser Jam(m)er[................]
[..............................] 68 Jahr [.......................]
[Leich T]EXT B[.................]

Der Rest der Inschrift fehlt mit dem unteren Teil des Steines.

Rückseite:
Nur grob behauen; der Stein war also von Beginn an zur Aufstellung an einer Mauer bzw. einer Wand konzipiert und daher vielleicht ein Epitaph.

[1] so statt welche

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