Der Wirt und Centgerichtsschöffe Johann Jacob Schupp 
wurde err. am 13.12.1691 in Lützellinden geboren. 
Er starb am 23.02.1756 in Lindes. 
Im Kirchenbuch wird er auch als
berühmter Gasthalter zur Güldenen Crone
bezeichnet.
Er heiratete am 16.10.1715 in Lindes 
Elisabetha Catharina Reinhard
eine Tochter des Centgerichtsschöffen Johann Caspar Reinhard
dessen Familie vorher die Güldene Crone besaß.  
Elisabetha Catharina wurde am 02.02.1696 in Lindes getauft, 
sie starb am 16. August 1753. 
Das Paar hatte 11 Kinder, 
darunter den Sohn Johann Anton
dessen Grabstein der linke der drei eingemauerten Steine ist.

Andreas Schmidt: 

5. Grabstein oder Epitaph für Johann Jacob Schupp (+1756)
Früher auf einer Rasenfläche westlich der Friedhofskapelle relativ tief in der Erde steckend, seit Februar 2012 nach Restauration als zweiter Stein von rechts an der südlichen Außenwand der Kapelle befestigt. 
Maße (in cm): Höhe 140, Breite 80, Tiefe 16.
Material: Roter Sandstein.
Vorderseite:
Im Giebel ein großformatiges Vollwappen, das im Schild eine Hausmarke und auf dem Helm den Rumpf eines Menschen zeigt. Beiderseits der Inschrift herabhängende Ranken mit Blüten.
Inschrift (z. T. nach Lesung aus dem Jahr 2003):

Allhier
erwartet die Frö[................]
[...........................] Leichnam
[.........................................]
[.........................................]
[.........................................]
[.........................................]
[......................] von Christl:(ichen)
Eltern gebohr:(en) im Jahr 1691 [.....]
Er begab sich [.................] Ehestand
In dem Jahr 17[..] den [................]
mit der tugendsamen [..........]
Elisabethen Catharinen [........]
mit welcher Er in die 3[.] Jahr eine
vergnügte Ehe geführet
und in selbiger er zeuget
XI Kinder V Söhne VI Töchter
von welchen aber VIII vor Ihme [.....]
mutter in die Frohe Ewigkeit gegangen
von dreyen verheuratheten Kindern
Hat Er erlebet VIIII Enckel
Er verließ diese zeitlichkeit d(en) 23 FEb(ruar) 1756
Und vollendete also seine Wallfahrt
In 65. Jahr 2 Monathen U:(nd) 10. Tagen
Dieses denckmahl der lieben haben ge
stifftet seine hinterbliebenen Söhne
und Enckel.

Rückseite:
Nur grob behauen; der Stein war also von Beginn an zur Aufstellung an einer Mauer bzw. einer Wand konzipiert und daher vielleicht ein Epitaph. Dafür spricht auch der nicht vorhandene Fuß, mit dem ein Grabstein in der Erde steckte.

                                                     Weiter in der Gruppe